Steuerleitfaden für Influencer, Blogger, YouTuber und Podcaster geplant

Wir haben euch bereits die steuerlichen Besonderheiten für Influencer, Blogger, YouTuber und Podcaster in den Blog-Beiträgen vom 24. Juli 2020 und 10. August 2020 dargestellt. Jetzt wird das Thema auch für das Finanzamt interessant. Das Bundesfinanzministerium erarbeitet aktuell einen „Leitfaden zur Besteuerung von Social-Media-Akteuren“.

Das Ziel ist es, Influencer, Blogger, YouTuber und Podcaster gezielt über ihre Steuerpflichten aufzuklären.

Was war der Anlass dafür, den Leitfaden zu entwickeln?

Die FDP sieht Handlungsbedarf und hat in einer „Kleinen Anfrage“ an die Bundesregierung vom 13.07.2020 ihre Bedenken geäußert, dass Influencer und Blogger steuerlich korrekt erfasst werden. Die FDP zweifelt an, dass das deutsche Steuerrecht für die Entwicklungen der Social-Media-Branche ausreichend aufgestellt ist. Denn für die Werbeindustrie sind Social-Media-Akteure zu einem wichtigen Faktor geworden. Das deutsche Steuerrecht orientiere sich größtenteils aber immer noch an die traditionellen Berufen.

Die FDP stellt unter anderem folgende Fragen:

  • Liegen der Bundesregierung Informationen vor, wie viele Influencer und Blogger steuerlich erfasst sind?
  • Hat die Bundesregierung Erkenntnisse zu vorhandenem Kontrollmaterial hinsichtlich der Besteuerung von Bloggern, Influencern und sonstigen Social-Media-Akteuren?
  • Ist das Einkommensteuerrecht bezogen auf die Besonderheiten der Branche verwaltungseffizient, zielführend und praktikabel?
  • Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse vor, welche Ansätze sich im Ausland für die Besteuerung von Influencern und Bloggern bewährt haben?
  • Hat die Bundesregierung die Absicht, eine Sondereinheit (Taskforce) zur Erarbeitung einer neuen Steuergesetzgebung für digitale Geschäftsmodelle aufzubauen bzw. zu erweitern?

Antwort der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat bereits in einem Schreiben vom 28.07.2020 geantwortet. Demnach sind die zuständigen Behörden für das Thema der Besteuerung von Social-Media-Akteuren sensibilisiert. Da aber die Länder zuständig sind für den Vollzug des Gewerberechts sowie die Erhebung der Umsatzsteuer und der Vollzug des Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuergesetzes, lägen der Bundesregierung keine Details zu steuerlich erfassten Bloggern und Influencern vor.

Was plant die Bundesregierung?

Um das Steueraufkommen in diesem Bereich sicherzustellen, hat die Bundesregierung in Abstimmung mit den Ländern einen “Leitfaden zur Besteuerung von Social-Media-Akteuren“ zu den Steuerarten Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer erarbeitet. Die Social-Media-Akteure sollen damit gezielt über ihre Steuerpflichten aufgeklärt werden. Der Leitfaden soll in Kürze auf der Webseite des Ministeriums veröffentlicht werden.

Gerne informieren wir euch über die laufenden Entwicklungen.

Falls Du Fragen zu steuerlichen Themen hast oder unsicher bist, welchen Pflichten Du nachkommen musst, komm´ bitte auf uns zu. Wir bieten Dir ein kostenfreies Erstgespräch – natürlich auch gerne online.

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Hinweis: Die angeführten Erläuterungen haben lediglich informatorischen Charakter, stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar und können diese nicht ersetzen. Die Informationen sind abstrakt und können nicht pauschal auf jeden Einzelfall angewendet werden.

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